
Was ist Sozialismus?
Was ist Sozialismus? Demokratie der Arbeiter:innen statt Diktatur der Bosse! Sozialismus bedeutet: Herrschaft der Arbeiter:innenklasse. Wir Arbeiter:innen sind dann Eigentümer:innen der Produktion und bilden die
Ein Gespenst geht um!
…im Speckgürtel um Stuttgart.
Wer fürchtet sich vor diesem Gespenst namens „Kommunismus“? Die Kapitalisten; denn sie wollen die Ausbeutung und Krieg verewigen. Die Faschisten bekämpfen es; denn sie sind die „letzte Reserve“ der Bonzen, bevor die Arbeiter:innen sich für den Sozialismus erheben. Auch die rechten „Sozial“-Demokraten fürchten den Kommunismus; denn sie beschwören noch immer etwas, was es gar nicht gibt: Die „Sozialpartnerschaft“ zwischen Arbeiter:innen und Kapitalisten.
Wir Kommunist:innen machen den ehrlichen Sozialdemokraten neuer und alter Prägung, vor allem aber der erdrückenden Mehrheit der unpolitischen und desorganisierten Arbeiter:innen ein Angebot im gemeinsamen Klassenkampf. Gegen die aktuelle Offensive der Kapitalisten und der Merz-Regierung, für eine Welt ohne Ausbeutung, Armut und Krieg! Für eine sozialistische Gesellschaft und damit die Abschaffung aller Klassen!
Am 1.Mai zeigt die Arbeiter:innenklasse Stärke und Kampfbereitschaft!
…oder eben nicht.
Der „Internationale Kampftag der Arbeiter:innenklasse“ ist kein Event, bei dem wir „mal was Wildes erleben“ dürfen, bevor es zurück in ein biederes Berufsleben oder den Studi-Alltag geht. Am 1. Mai ernten wir die Früchte unserer politischen Arbeit eines Jahres und der Jahre davor. Vom Publikum der DGB-Demonstrationen wollen wir uns nicht als eigener Block oder durch Maskerade abgrenzen, sondern versuchen immer, den Ausdruck der gesamten Demo zu prägen. Wenn es Genoss:innen im Betrieb, Kämpfe zu entfachen und diese anzuführen, dann wächst der Einfluss unserer Bewegung und Ideologie und in der Folge auch die 1.-Mai-Demo.
Ludwigsburg und Waiblingen: Zwei Städte im Kampf vereint!
Die Herausforderung in diesem Jahr bestand darin, den 1. Mai in zwei Städten zu gestalten. Das heißt in Ludwigsburg Stärke zu zeigen und die durch die Absage der Demonstration entstandene Lücke zu füllen, ohne dabei hinter das bis dato in der Nachbarstadt Waiblingen Erreichte, zurückzufallen.
Wir können mit Stolz sagen, dass uns das – bei allen Schwierigkeiten am Tag selbst und auf dem Weg dorthin – gelungen ist.
Die Demonstration in Waiblingen war nicht weniger rot und kämpferisch als im vergangenen Jahr. Vielmehr war die Teilnehmerzahl sogar etwas größer, was sich auch auf dem wesentlich stärker gefüllten Marktplatz zeigte. Und: Erstmals hielten auf dem Marktplatz gleich drei junge Kommunist:innen Reden. Positive Erfahrungen, die unsere Klasse auf der Straße mit uns macht, widerlegen die Verleumdungen gegen den Kommunismus wohl noch besser als das beste Argument. Mit dem 19-jährigen verdi-Kollegen, der am Rande der Demonstration Opfer eines rechten Angriffs wurde, hat sich der Versammlungsleiter und DGB-Kreisvorsitzende vom Rednerpult aus öffentlich solidarisiert.
Die 1.-Mai-Demo in Ludwigsburg wurde zum allerersten Mal durch uns organisiert. Bis zu 300 Personen nahmen teil, was den Zahlen der Vorjahre ungefähr entspricht oder sie sogar übertrifft.
Waiblingen:
Kurz nach 10 Uhr startete die 1.Mai Demonstration am gewohnten Ort. Dem STIHL Werk hinter dem Waiblinger Bahnhof. Mit Trommeln und klassenkämpferischen Parolen, die während des gesamten Verlaufs immer wieder zu hören waren, zog die Demonstration zunächst in Richtung der Rems-Werke. Dort wurde nach einem kurzen Redebeitrag der Moderation symbolisch eine Papierwand mit den Abbildern der Ausbeuter und Kriegstreiber durchlaufen.
Die kämpferische Stimmung fand im weiteren Verlauf der Demo auch darin seinen Ausdruck, dass kurz vor dem Durchlaufen einer Unterführung einige Kolleg:innen Bengalos entzündeten.
Auf dem weiteren Weg Richtung Bahnhofsvorderseite passierten wir ein sozialistisches Graffiti, dass scheinbar in der Nacht zuvor Nazis verschandelt hatten. Mit mitgebrachten Tapeten wurde unter tatkräftiger Unterstützung einiger Kollegen der klassenkämpferische, anti-nationalistische Ausdruck des Graffitis wiederhergestellt. Bezeichnend ist jedoch, dass genau diese Tapeten von der Polizei später wieder abgehangen wurde. So dass der Nazi-Dreck erneut zu sehen war.
Am Bahnhof angelangt forderte die Moderation der Demo die Teilnehmenden auf, mittels zuvor ausgeteilter Karten darüber abzustimmen, was sie politisch wollen. Zum Beispiel „Sichere Jobs statt Werksschließungen“. Oder „Sozialismus oder Barbarei“?!
Als wir in die Straße Richtung Waiblinger Altstadt einbogen, entrollte sich ein großes Banner mit der Aufschrift „Sozialismus oder Barbarei“. Hier kam es im Hintergrund der Demonstration zu dem Vorfall mit dem rechten Anwohner (hier mehr dazu).
Im weiteren Verlauf waren immer wieder klassenkämpferische Parolen, Trommeln und das „Rote Fahnen-Lied“ zu hören. Spontan rief die Demonstration „Merz -leck Eier“! Vermutlich um ihre Haltung zum aktuellen Bundeskanzler und der Regierungspolitik zum Ausdruck zu bringen.
Kurz vor der Altstadt passierte die Demonstration ein über ihr aufgespanntes Transparent mit der Parole „Der Markt hat doch nur Scheiße im Kopf! Nur im Sozialismus sind die Preise sicher!“. Dies traf auf große Zustimmung.
Die letzten Meter Richtung Marktplatz führten durch die engen Gassen der Altstadt. Hier war die die kämpferische Haltung der Demonstrierenden besonders gut zu hören. Auf dem Marktplatz angelangt, wurde spontan minutenlang „A-A-Anticapitalista“ gerufen. Denn nur der Sozialismus bringt der Jugend und der Arbeiter:innenklasse eine lebenswerte Zukunft, Wohlstand und Frieden.
Ludwigsburg:
Zum ersten Mal haben wir die 1.-Mai-Demo in Ludwigsburg aus eigener Kraft organisiert. Die Bilanz: Bis zu 300 Teilnehmer:innen. In dieser Form zustandekommen konnte dies nur, weil der DGB sich entschieden hatte, die traditionelle Demo nicht abzuhalten und lediglich eine Kundgebung, das 1. Mai-Fest abzuhalten.
In Anbetracht dessen freut es uns, dass wir einen Beitrag dazu leisten konnten, dass allen Mitgliedern und Aktiven der DGB-Gewerkschaften bewiesen wurden, dass der 1. Mai in Ludwigsburg ein Tag ist, an dem sich das Demonstrieren lohnt.
Mit etwas Mut den Gedanken der Einheitsgewerkschaft lebendig werden zu lassen, mit etwas Mut die kontroversen Themen wie die Kriegsvorbereitungen der BRD, aber auch gesellschaftliche Perspektiven jenseits des Kapitalismus offensiv zu benennen ist es durchaus möglich eine junge und kraftvolle Demonstration zu organisieren.
In dem Sinne freuen wir uns darauf auch im kommenden Jahr gemeinsam auf die Straße zu gehen, gerne auch in Form einer „offiziellen“ Demonstration des DGB, und an die Erfolge des 1. Mai 2026 anzuknüpfen.
Spätestens während unserer Auftaktkundgebung am Ludwigsburger Bahnhof hatte nämlich die Wirklichkeit gezeigt: Diese Entscheidung des DGB war nicht nur politisch ein falsches Signal, sondern hätte durchaus vorhandene Potentiale überhaupt nicht ausgeschöpft.
Dass „unsere“ Demo jedoch nicht gegen den DGB als solchen stehen sollte, war und ist keine Floskel! Wir Organisator:innen sind mehrheitlich selbst Teil der verschiedenen DGB-Gewerkschaften, ob im Ehren- oder Hauptamt. Und wir scheinen derjenige Teil des DGB zu sein, der glaubt: Die Einheitsgewerkschaft, die ja stets den gemeinsamen Kampf kommunistischer, sozialdemokratischer und parteiloser Arbeiter:innen gegen das Kapital, dessen Regierung und gegen die Gefahr einer Faschisierung unserer Klasse organisieren müsste, verpflichtet zu radikalem Handeln und vor allem zu einer Greifbarkeit in der Öffentlichkeit.
Greifbarkeit in dem Sinne, dass in Anbetracht des Großangriffs des Kapitals und seiner Regierung auf unsere Arbeits- und Lebensbedingungen, auf sozialstaatliche Errungenschaften, es notwendig ist Stärke, Wehrhaftigkeit und politisches Bewusstsein, zum Beispiel in Form von Demonstrationen gerade am 1. Mai, auf die Straße zu tragen.
Gleich zu Beginn unserer Route wurde ein kleiner Höhepunkt ausgepackt: Der gesamte vordere Teil des Demozugs durfte einen lebensgroßen Friedrich-Merz-Aufsteller mit Wasserbomben beschmeißen. Diese Aktion und die bundesweit geschätzte Parole „Merz, leck Eier!“ stießen auch am Rande der Demo auf geradezu frenetischen Zuspruch. Die deutliche Unzufriedenheit mit dem Kanzler und dessen erbärmlicher Umgang mit Kritik sollten Kommunist:innen daher auch in den kommenden Wochen und Monaten ein willkommenes Vehikel sein.
Altbekannte „Programmpunkte“, aber auch ein wie von Geisterhand entrolltes Transparent mit dem Slogan „Streiken gegen Rausschmiss!“ oder eine Feuerwerksbatterie voller Papierluftschlangen frischten die Route auf. Dass die Kriegsgefahr und die Militarisierung der Gesellschaft keine Randthemen sind, sondern Prüfsteine für unsere Bewegung und unsere Klasse, wurde in Moderationsbeiträgen und in einer Rede unterstrichen. Dass die Schulstreiks gegen Wehrpflicht in Ludwigsburg dementgegen ohne jede Unterstützung durch gewerkschaftliche Kräfte, durch Lehrer:innen oder durch Eltern auskommen mussten, beurteilen wir ein Signal des Konformismus oder der Schwäche.
Am 1. Mai in zwei Städten federführend auf die Straße zu mobilisieren, erschien uns vorab als großes Wagnis. Dass die Teilnehmer:innenzahl beider Demos zusammen an die 600 heranreichte, freut und ehrt uns. Zwar mag unsere betriebliche Verankerung im Kreis Ludwigsburg noch nicht an die im Rems-Murr-Kreis heranreichen, aber die DGB-Spitzen in anschlussfähiger Weise links zu überholen, sollte vorerst gelingen. Dass das Ludwigsburger Stadtgebiet durch mehrere Hochschulen und kulturelle Einrichtungen ein urbaneres Publikum anzieht als Waiblingen, mag helfen in Sachen Mobilisierung. Strategisch wollen wir uns jedoch auch in Ludwigsburg an den verschiedenen Betrieben orientieren.

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